Kammertrockner nach DIN EN 1539
Trockenschrank
lösemittelhaltige Stoffe
brennbare Stoffe

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DIN EN 1539

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Sicherheitsanforderungen für Trockner und Öfen in denen brennbare Stoffe freigesetzt werden


Die Sicherheitsanforderungen an Trockner und Industrieöfen, in denen brennbare Stoffe freigesetzt werden, sind in der DIN EN 1539 geregelt.

Die zusätzlichen Anforderungen beginnen bei der Überwachung von Konzentrationen, der Zu- und Abluftvolumenströme, einer Vermeidung von Zündquellen bis hin zur Explosionsdruckentlastung.

Wenn sich die eingebrachte Menge Lösemittel beim Trocknungsprozess beispielsweise bei Oberflächenbeschichtungen, Formlacken oder Tränkharzen für eine Charge begrenzen lässt, muss nicht zwingend ein Ex-Trockenschrank entsprechend der ATEX-Richtlinie ausgewählt werden.

Die baulichen und räumlichen Rahmenbedingungen für die Installation einer Anlage gemäß DIN EN 1539 unterliegen deutlich weniger Auflagen als einer Anlage nach der ATEX-Richtlinie. Geräteausführungen nach DIN EN 1539 können für die Aufstellung im neutralen Bereich sowie alternativ auch für den feuergefährdeten Bereich ausgeführt werden (Schaltschrank in Schutzart IP 54). Somit ergeben sich deutlich geringere Investitions- und Unterhaltungskosten.

 

Beispiel:
Die höchstzulässige Masse brennbarer Stoffe wird anlagenspezifisch festgelegt und über ein Typenschild, sowie einer Betriebsanleitung dem Gerätebetreiber eindeutig mitgeteilt. Mit einer entsprechenden Arbeitsanweisung wird ein sicherer Betrieb, auch bei freiwerdenden Lösemittelmengen, garantiert.


Zulässige max. Mengen an Lösemittel.
Die maximale Masse an brennbaren Stoffen pro Charge darf 34,9 g bei 200 °C nicht überschreiten.

Die im Diagramm aufgezeigte max. zulässige Menge an brennbaren Stoffen pro Charge darf gemäß DIN EN 1539 für folgende Anwendungen erhöht werden:
• Formlacktrocknung bis zur 10-fachen Menge
• Tränkharztrocknung bis zur 20-fachen Menge

 

 

Was ist eine Explosionsgrenze?

Explosionsgrenzen sind Grenzen des sogenannten Explosionsbereiches. Die untere Explosionsgrenze (UEG) bzw. die obere Explosionsgrenze (OEG) sind der untere bzw. obere Grenzwert der Konzentration (Stoffmengenanteil) eines brennbaren Stoffes in einem Gemisch von Gasen, Dämpfen, Nebeln und/oder Stäuben, in dem sich nach dem Zünden eine von der Zündquelle unabhängige Flamme gerade nicht mehr selbstständig fortpflanzen kann. Liegt jedoch eine Atmosphäre vor, die sich innerhalb dieser beiden Grenzen bewegt, ist das Gemisch zündfähig und die Flamme kann sich selbstständig fortpflanzen.

Gemische aus brennbaren Gasen, Dämpfen oder Stäuben mit Sauerstoff sind innerhalb bestimmter Mischungsverhältnisse explosionsfähig. Es gibt deshalb für jedes Gas-Luft-Gemisch eine obere und eine untere Explosionsgrenze (Zündgrenze), diese ist temperatur- und druckabhängig. Man bezeichnet den Bereich unterhalb der unteren Explosionsgrenze als mageres Gemisch und den Bereich oberhalb der oberen Explosionsgrenze als fettes Gemisch. Dabei kann ein fettes Gemisch unter weiterer Luftzufuhr zünden und verbrennen, es kommt jedoch zu keiner Explosion. Ein mageres Gemisch kann jedoch nicht zünden.

Die Konzentration des brennbaren Gases oder Dampfes wird in Vol.-% oder g/cm3 angegeben. Die jeweiligen Werte gehören zu den sicherheitstechnischen Kennzahlen und können entweder den Sicherheitsdatenblättern der einzelnen Stoffe entnommen werden oder müssen in Standardwerken oder Datenbanken recherchiert werden.

Diese Kennzahlen werden durch spezialisierte Institutionen analysiert und ermittelt.
 

 

 

 

 

 


Lacktrockenschränke

  • Fail-Safe-SPS zur Realisierung der Sicherheitsforderungen
  • Temperaturwählbegrenzer JUMO TW/TB 08
  • Programmstartfunktion über Barcode-Chargenprotokollierung
  • LED-Leuchtsäulen
  • Stand-Schaltschränke IP 54 (in fahrbarerAusfühung)

Sicherheits-Trockenschränke FDL 115

  • Temperaturbereich: ab +15°C über Raumtemperatur (RT) bis +300°C
  • Temperaturwählbegrenzer Klasse 2 
  • Frischluftüberwachung mit akustischem und optischen Alarm und Abschaltung der Heizung
  • Austauschbarer Frischluftfilter, Klasse M6 (nach DIN EN 779:2012) 
  • Türdichtung aus lösungsmittelbeständigem FKM