Coolant Distribution Unit - Serie LEAN
Standardisierte Flüssigkeitskühlung in Rechenzentren
Die CDU LEAN ist eine standardisierte Produktreihe, die für die zuverlässige Kühlung von Direktflüssigkeitskühlungs- und Direct-to-Chip-Systemen entwickelt wurde. Eine Reihe von Leistungsoptionen ermöglicht die richtige Konfiguration für KI-, GPU- und HPC-Infrastrukturen – mit präziser Regelung von Temperatur, Druck und Durchfluss - Made in Deutschland.
Die LEAN-Serie auf einen Blick:
- für direkte Flüssigkeitskühlung und Direct-to-Chip
- Kühlleistungen von 300 bis 6.500 kW
- Kompakte, standardisierte Bauweise
- Integrierte Steuerung, Überwachung und BMS-Anbindung

Was ist die CDU LEAN im Kühlsystem?
Die CDU LEAN dient als hydraulische Schnittstelle zwischen der vor Ort vorhandenen Kühlwasserversorgung (Primärkreislauf) und dem IT-Kühlkreislauf (Sekundärkreislauf). Sie übernimmt die Wärmeübertragung und stellt sicher, dass die angeschlossenen Direct-to-Chip-Kühlsysteme die erforderlichen Durchflussmengen, Drücke und Temperaturen erhalten.

Technische Daten auf einen Blick
| Gerätetyp | A-CDU27L | A-CDU54L | A-CDU108L | A-CDU216L | A-CDU324L |
|---|---|---|---|---|---|
| Pumpenauslegung / ext. Druckabfall (frequenzgeregelt): | 27 m³/h gegen 2,5 bar | 54 m³/h gegen 2,5 bar | 108 m³/h gegen 2,5 bar | 216 m³/h gegen 2,5 bar | 324 m³/h gegen 2,5 bar |
| Kühlleistung: | 355 kW l 532 kW | 720 kW l 1.065 kW | 1.420 kW l 2.130 kW | 2.850 kW l 4.275 kW | 4.280 kW l 6.420 kW |
| ΔT Vorlauftemperatur Sekundärkreis / Eintrittstemperatur Primärkreis: | 3 K | 3 K | 3 K | 3 K | 3 K |
| ΔT Vorlauf- / Rücklauftemperatur Sekundärkreis: | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K |
| ΔT Eintritts- / Austrittstemperatur Primärkreis: | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K | 12 K l 18 K |
| Kühlmediumbedarf (Primärkreis): | 28 m³/h | 57 m³/h | 114 m³/h | 228 m³/h | 342 m³/h |
Medienanschlüsse

| Gerätetyp | A-CDU27L | A-CDU54L | A-CDU108L | A-CDU216L | A-CDU324L |
|---|---|---|---|---|---|
| Sekundärkreis: | DN 65 | DN 100 | DN 150 | DN 200 | DN 250 |
| Primärkreis: | DN 65 | DN 100 | DN 150 | DN 200 | DN 250 |
| Nennleistung: | 4,6 kW | 7,4 kW | 13,6 kW | 27,4 kW | 44,4 kW |
| Nennstrom bei Nennbedingungen: | 10 A | 10 A | 24 A | 49 A | 79 A |
| Bauseitige Absicherung: | 16 A | 16 A | 32 A | 63 A | 100 A |
Abmessungen

| Gerätetyp | A-CDU27L | A-CDU54L | A-CDU108L | A-CDU216L | A-CDU324L |
|---|---|---|---|---|---|
| Breite (mm) | 980 | 980 | 1.380 | 2.780 | 3.380 |
| Tiefe (mm) | 1.200 | 1.200 | 1.600 | 1.600 | 1.600 |
| Höhe (mm) | 2.200 | 2.200 | 2.200 | 2.200 | 2.200 |
Steuerung & Überwachung
Die CDU LEAN ist mit einer Siemens S7-Steuerung mit Farb-Touchscreen ausgestattet. Relevante Betriebsparameter können direkt am System überwacht und über Schnittstellen an übergeordnete Überwachungs- und Gebäudemanagementsysteme übertragen werden.

Überwachung
- Temperatur
- Durchfluss
- Versorgungsdruck
- Differenzdruck
- Betriebs- und Fehlermeldungen
Kommunikation
- BACnet
- SNMP
- MQTT
- Modbus TCP/IP
- OPC UA
- Profinet
Leistungsparameter *
abhängig ΔT zur bauseitigen Kühlmediumtemperatur
weitere Leistungsgrößen auf Anfrage
Geräteeigenschaften *
- Vorlaufdruck- und Differenzdruckregelung im Sekundärkreislauf
- Maximaldruckbegrenzung über die Steuerung (Sekundärseite)
- Redundanzkonzept je nach gewählter Option
- Schnittstellen: BACnet, SNMP, MQTT, Modbus TCP/IP, OPC UA u.v.m.
Optionen *

In Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur


Mehrfachausführung der Sekundärkreispumpe
redundante Steuerung (Hot-Standby)
doppeltes Regelventil (parallel / Bypass)
zusätzlicher Wärmetauscher


optional auch mit Leitwertüberwachung


Energiezähler
bei gleichzeitiger Plausibilitätsprüfung

Wärmerückgewinnungsmodul
Temperaturerhöhung mittels Wärmepumpentechnik


Häufige Fragen (FAQs)
Eine Coolant Distribution Unit (CDU) bildet die hydraulische und thermische Schnittstelle zwischen der Gebäudekühlung und dem IT-Kühlkreislauf. Sie überträgt die Wärme aus der IT an den Gebäudekühlkreis und stellt gleichzeitig die erforderlichen Betriebsbedingungen für Temperatur, Druck und Volumenstrom bereit.
Eine CDU übernimmt neben der Wärmeübertragung auch zentrale Funktionen für die Flüssigkeitskühlung. Dazu zählen insbesondere Pumpen- und Volumenstromregelung, Druck- und Differenzdruckregelung, Temperaturregelung sowie Überwachungs- und Schutzfunktionen.
Der Primärkreis bzw. FWS (Facility Water System) verbindet die CDU mit der bauseitigen Kühlwasserversorgung. Der Sekundärkreis bzw. TCS (Technology Cooling System) versorgt die IT-seitigen Verbraucher wie Manifolds, Server und Cold Plates mit Kühlmedium. Beide Kreisläufe sind bei einer typischen Liquid-to-Liquid-CDU hydraulisch voneinander getrennt.
Die Kühlleistung einer CDU hängt nicht allein von einer festen kW-Angabe ab. Entscheidend sind unter anderem Volumenstrom, Temperaturdifferenz ΔT, Kühlmedium sowie die Temperaturbedingungen am Wärmetauscher. Deshalb sollten Leistungsangaben immer zusammen mit dem definierten Betriebspunkt betrachtet werden.
CDUs können je nach Kühlkonzept als In-Rack-, In-Row- oder zentrale Grey-Space-Lösung ausgeführt werden. In-Rack-CDUs versorgen einzelne Racks, In-Row-CDUs mehrere Racks innerhalb einer Reihe und zentrale Grey-Space-CDUs größere IT-Bereiche oder komplette Data Halls.
Redundanz ist ein wichtiger Bestandteil der Verfügbarkeitsplanung im Rechenzentrum. Je nach Gesamtkonzept können beispielsweise redundante Pumpen, mehrere CDUs, getrennte Versorgungspfade oder Wartungsmöglichkeiten im laufenden Betrieb vorgesehen werden. Die Verfügbarkeit wird dabei nicht allein durch eine einzelne CDU bestimmt, sondern durch das gesamte Versorgungssystem.
Je nach Systemauslegung können unterschiedliche Kühlmedien eingesetzt werden. Neben Wasser kommen beispielsweise Wasser-Glykol-Gemische wie PG25 zum Einsatz. Das verwendete Medium beeinflusst jedoch Wärmekapazität, Viskosität, Druckverlust und damit auch die erreichbare Kühlleistung und Pumpenauslegung.
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Welche CDU für ein Projekt geeignet ist, hängt nicht allein von der benötigten Kühlleistung ab. Temperaturen, Volumenströme, Druckverluste, Redundanz und die vorhandene bauseitige Kühlversorgung müssen gemeinsam betrachtet werden.
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